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Milztumor beim Hund

Die Bombe im Bauch

Es handelt sich um eine der häufigsten Todesursachen bei Hunden – der geplatzte Milztumor. Die Symptomatik ist eindeutig: Der Vierbeiner sackt plötzlich in sich zusammen, die Maulschleimhäute verändern ihre Farbe von rosa nach kalkweiß. Der Tumor im Bauchraum ist rupturiert und das Tier verblutet innerlich.
Schwarzer Hund blickt traurig
Bild: ©Anna-Maria Moritz /PIXELIO

„Diese Tumorart tritt meistens im Alter von 8-10 Jahren auf“, grenzt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin bei aktion tier e.V., die Gruppe der Risikopatienten ein. „Landet das Tier innerhalb kürzester Zeit auf dem OP-Tisch, hat es noch eine Chance“, macht sie Hoffnung.

Bei Milztumoren handelt es sich meist um so genannte Primärtumore. Sie entstehen also in der Milz und sind keine Metastasen anderen Ursprungs. Daher eröffnet eine rechtzeitig durchgeführte Operation auch gute Heilungschancen. Wird ein Milztumor mittels Röntgen oder Ultraschall identifiziert, kann die Milz entfernt werden und die Bombe wird auf diese Weise entschärft.

„Tierhalter, die auf Nummer sicher gehen wollen, machen wenn ihr Tier etwa 8 Jahre alt ist eine Blutuntersuchung und einen Ultraschall des Bauchraumes. Sollte es dabei Hinweise auf eine Tumorerkrankung geben, kann rechtzeitig eingegriffen werden“, rät Frau Dr. Hölscher zur Vorsorgeuntersuchung. Besonders häufig betroffen sind der Deutsche Schäferhund, Golden Retriever, Boxer und Huskys. Dabei erkranken Rüden häufiger als Hündinnen.

 
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